Work-Life-Balance!?

Das ist eines der Wörter, mit denen wir versuchen, das Leben greifbar zu machen. Es hält sich hartnäckig. Ich bin kein Fan davon.

Bei Licht besehen haben wir ja mehr „Life“ als „Work“!

8 Stunden Arbeit, 8 Stunden Freizeit, 8 Stunden Schlaf. Dazu das Wochenende.

Dennoch bestimmt die Arbeit das Leben- und wir fühlen uns zumindest in manchen Phasen komplett von der Arbeit aufgefressen.

Die Rede ist hier natürlich in erster Linie von Angestellten. Selbstständige arbeiten oft mehr Stunden und haben keinen Bezug zum Begriff „Work-Life-Balance“, da sie ihre Arbeit als Leben empfinden. Sie haben das so gewählt. Es geht also wie immer mehr um ein Gefühl, als um eine Tatsache.

Aber wir haben doch immer eine Wahl!

Es beginnt immer damit, dass wir das vergessen und ein Szenario von Zwang aufbauen. Das ist der erste Schritt dazu, die Selbstverantwortung und die Kontrolle abzugeben. Die Folge sind Feinbilder: „Die Arbeit“ ist schuld, dass es im Leben nicht so läuft. „Der Chef“ und „die Kollegen“ sind schuld. Wir suchen Gründe im Außen, um unsere Unzufriedenheit auszudrücken.

Willst du dir „dein Leben zurückholen, dann übernimm die Verantwortung dafür zu 100 Prozent!

Selbstverantwortung übernehmen ist der Schlüssel für ein ausgeglichenes Leben.

Und um diesen Ausgleich bemüht sich ja der Begriff „Work-Life-Balance“. Aber sind wir ehrlich: Da ist noch soviel mehr auszugleichen in dem LEBEN:

  • Zeit für dich und deine Lieben.
  • Entspannung und Bewegung.
  • Die Arbeit an deiner Wohnumgebung und das entspannte Genießen.
  • Spielerische Betätigung in der Freizeit.

„Ach, wenn ich da erst anfange, hinzuschauen …!“

Ja, auch im Leben ist so manches im Argen. Die Augen davor zu verschließen, hat auch keinen Sinn. Darum gibt es das Werkzeug des Lebenshaus-Modells. Spielerisch kannst du dir einen Überblick verschaffen und deinen Wünschen wieder auf die Spur kommen:

Wie gut kümmerst du dich um deine Ich-Ebene?

Wie steht es um die Basisräume, die Entspannung und Wellness?
Ernährung und Versorgung mit genug wertvoller Flüssigkeit?
Wie ist dein Umgang mit dem wertvollsten Gut, deiner Zeit?
Wie wohl fühlst du dich in deiner Wohnumgebung?

Wie steht es um dein Fundament?
Hast du dich mit deinerpersönlichen Geschichte ausgesöhnt?
Kennst du deine Werte?
Wie steht es um all die wichtigen Begriffe, die mit „Selbst-“ beginnen:
Selbst-Erkenntnis/Bewusstsein, Selbstvertrauen, Selbstliebe, Selbstfürsorge?

Wie sieht es in der Wir-Ebene aus?

Wie steht es um deine Beziehung zum Lieblings-Menschen?
Zu Kindern? Familie? Freunden? Bekannten, Vereinsmitgliedern, der Nachbarschaft, …?

Wie sieht es in der Sinn-Ebene aus?


Da, wo es eben auch den doppelt so großen Arbeits-und Wirkraum gibt.
Aber eben auch den Reichtumsraum und den Kreativraum.
Und oben die Sternwarte – hast du den Gelegenheit zum Träumen, zum Luftschlösser bauen?
Und was willst du mal hinterlassen? Gehst du manchmal in die Legacy-Lounge und denkst darüber nach?

Arbeit, die Work, ohne Sinn- das muss dazu führen, dass du ausbrennst. Wenn der Begriff „Work-Life-Balance“ benutzt wird, dann immer aus dem Gefühl heraus, überhaupt keine Zeit, keinen Raum mehr für dich selbst zu haben, für alle und alles, was dir wichtig ist.

Zeit ist dabei nicht unbedingt die Menge, also die Quantität, sonder die Qualität.

Darum ist der erste Weg von mehr „Work-Life-Balance“ mehr Quality-Time in kleinem Umfang mit dir selbst. Hier greift das Zeitinsel-Konzept: Micro-Inseln kannst du sofort integrieren: Atmen, Bewusst im Hier-und-Jetzt- Sein. Den Kaffee nicht hinunterstürzen, sondern bewusst mit allen Sinnen genießen.

Eine Mahlzeit von einer Viertelstunde mit dem oder den Liebsten ohne Handys, stattdessen mit Gespräch.

Eine Zwei-Stunden-Aktion gemeinsam am Wochenende. Etwas Neues sehen oder machen. Das Gefühl von einem kleinen Abenteuer im Leben, ein Highligt erhellt das Leben. Die Kinder zu welchem Turnier auch immer zu fahren, gehört nicht dazu!

Auf deine Basisbedürfnisse zu achten, dafür ist die Einstellung wichtig!

Achtest du nur auf Schlaf, Regeneration, gesundes Essen und Trinken- um Effektivität und Effizienz, um der Arbeit besser zur Verfügung zu stehen, so ist das zum Misserfolg verurteilt. Das ist Motivation im Außen. „Ich mache das ja nur, weil ich für die Arbeit fit sein muss!“ Nein, für DICH darfst du es tun. Aus deiner eigenen Motivation heraus, aus Selbstliebe, aus der unweigerlich Selbstfürsorge entspringt. Darum ist es so fundamental, am Selbstwert zu arbeiten.

Lerne, dein Leben immer wieder aus einer Adlerperspektive zu sehen!

Verschaffe dir einen Überblick, schau hin, auch wenn es zunächst nicht angenehm ist. Die schnellste Methode ist, alle Räume mit einer Zahl zu versehen:

Von 0 (gar nicht vorhanden) oder 1 (schlechter Zustand) bis 10 (fantastisch). Daraus ergeben sich Prioritäten.

Oder du kannst den Zustand des Raumes beschreiben:

  • ziemlich leer
  • in Renovierung, Baustelle
  • vollgemüllt
  • Invasion (oft im Wohnzimmer)
  • Bruchbude
  • Eingang versperrt
  • riecht frisch gestrichen
  • Möbel sind bildlich gesprochen umgestellt.

Ist das schön? Nicht unbedingt. Aber es ist gut.

Denn mit der Erkenntnis dessen, was ist, dem Bewusstsein, kannst du erst die „5 Phasen der Veränderung“ starten:

Du kannst verstehen, wie sich dieser Zustand entwickelt hat, wie es dazu gekommen ist?
Du kannst überlegen, woher du das kennst?
Mit dem gewachsenen Verständnis kannst du Wege finden, loszulassen.
Durch das Loslassen kannst du dich neu orientieren.
Und nach der Neuorientierung kannst du losgehen.

Für mehr Leben in deinem Leben.

Und dieses Leben, dieses Ankommen bei dir selbst, das mag auch auf die Arbeit überschwappen.: Weil du gelassener bist. Weil du klarer bist. Weil du entspannter für dich eintstehst,bessere Beziehungen hast. Oder dein Arbeits-Umfeld wechselst. Wer weiß!

Das Leben ist Wachstum und Entwicklung.

Und der Begriff Work-Life-Balance drückt eher eine starre Balance aus. Das ist eine Utpie, die zu erreichen also sinnlos ist. Die Bereiche deines Lebens befinden sich in verschiedenen Phasen- immer. Mal darf das eine im Vordergrund stehen, mal etwas anderes. Gut ist es, wenn du proaktiv bist. Und dich nicht vom „Leben“ zwingen lässt. Nicht durch Kündigung, Trennung, schlechte Gesundheit, ein Kind, dass die Probleme anzeigt.

Übernimm Verantwortung für DICH! Sorge du für dich! Du hast es dir verdient!

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Habe es schön! Das wünscht dir
Birgit #lebendasduliebst


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