„Birgit, ich komme mir vor wie beim Tag der Offenen Tür!“ Auf Nachfrage beschrieb die vor mir sitzende Mutter, wie Freunde der Kinder, Kumpels ihres Mannes und am Wochenende die liebe Familie das Haus stürmten, Chaos und leergegessene Schränke hinterließen. Und eine Mutter, die sich fragte, womit sie das verdient hätte!?!?!?
Mir fiel der Refrain von Reinhard Mey ein „Keine ruhige Minute ist seitdem mehr für mich drin!“ Ich sang es leise, ein fragender Blick traf mich. Ich erklärte. Daraufhin seufzte sie „Das war aber anders gemeint in dem Lied! – So, dass ich die Zeit verbringe, mich sinnvoll um meine Kinder zu kümmern. Aber das…. das…“, sie suchte nach einem Wort, um zu beschreiben, … aber die Tränen kamen ihr zuvor. Sie schluchzte bitterlich. Und ich nickte wissend: Das ist nicht schön, aber es ist gut!
„Es ist aber auch zum Heulen!“
Ich habe in meinem Leben schon die dollsten Beschreibungen von Müttern gehört, wie sie sich in ihrem Leben, ihrem Lebenshaus fühlen.
Die einen fühlen sich wie im Krankenhaus: steril und unpersönlich. Sie gestalten zwar alles „clean“ und halten es penibel sauber. Aber irgendetwas fehlt. Oder sie richten es perfekt ein- und es ist einfach zu perfekt, um lebendig zu sein.
Andere fühlen sich wie auf einer Müllhalde, besonders Teenager-Zimmer haben phasenweise vielleicht diese Anmutung. Aber auch kleine Kinder, die ihr Spielzeug überall verstreuen (dürfen) neigen dazu, solche Gefühle hervorzurufen.
Und dann der Wochenendstress, wo die Familie „wohlmeindend“ androht: „Ihr habt ja so viel zu tun, einen so weiten Weg, kleine Kinder! – Wir kommen zu euch!“ Und dann wienert die Mutter des Hauses im Schweiße ihres Angesichts alles Schwiegermutter-tauglich, nur um wieder Sprüche gedrückt zu bekommen, während die Bagage das nun chaotische Haus und somit einen Berg weitere Arbeit verlässt. Mitsamt einem Gefühl von Sinnlosigkeit.
„Mein Leben kommt mir vor wie eine Baustelle!“
Gesundheitliche Herausforderungen, Stress auf der Arbeit, mit Partner, Partnerin, Erziehungsprobleme, Betreuungs-Probleme, familiäre Probleme, nachbarschaftliche Probleme. Und das zunehmende Gefühl, sich selbst verloren zu gehen – oder sich sogar schon verloren zu haben… Die perfekte Gemengelage, um „ausgeknockt“ zu werden durch welche Erkrankung auch immer.
„Ich habe es nicht kommen sehen!“
Die Katastrophe ist da. Partner, Partnerin weg oder hat jemand anderes, die Kinder machen weit sichtbare Probleme, du bist zusammengebrochen, oder …
Es ist bitter, dir einzugestehen, dass du die weithin leuchtenden Warnsignale ignoriert hast. Du hast einfach weiter gemacht, noch härter gearbeitet, noch weniger geschlafen, dich schlecht ernährt, … alles für die anderen. Und so wird es dir gedankt!?
Dein Leben, dein Lebenshaus ist aus dem Gleichgewicht geraten- in welcher Weise auch immer.
„Was ist denn nun ein Lebenshaus, Birgit?„
Mein Lebenshaus-Modell ist ein spielerischer Ansatz, er macht schwere Dinge leicht, ordnet sie, damit du schnell herausfindest, wo was im Argen ist.
Das Fundament.
Ein Leben braucht wie auch ein Haus ein stabiles Fundament. Das Tolle an unserm Spiel ist, dass du jederzeit auch daran arbeiten kannst, dein Fundament zu verbreitern und zu vertiefen.
In deinem Fundament ist deine Persönlichkeit, deine Geschichte, deine Werte, das wie du die Welt siehst, dein Selbstbewusstsein, dein Selbstwert, Selbstliebe, Selbstfürsorge und all die andern Worte, die mit „Selbst“- beginnen.
Das Erdgeschoss.
Einen Keller und einen Dachboden gibt es bei unserm Spiel nicht. Dafür auf dem Fundament nun 4 Basis-Räum, die du nicht entfernen, wohl aber erweitern darfst.
So könntest du zum Schlafzimmer mit Bad en Suite (Basisraum 1) einen Wellness- und Fitnessbereich, ja sogar bildlich gesprochen Sauna und Schwimmbad anbauen.
Oder zur Küche (Basisraum 2) eine Vorratskammer und einen Garten. Hast du Bilder im Kopf?
Der 3. Raum macht deutlich, dass das Lebenshaus anders funktioniert: Es ist der Zeit-Raum. Hier geht es um den Gebrauch deines nach der Gesundheit wichtigsten Gutes. Deiner Lebenszeit.
Raum 4 hätten alle Frauen gern: Den Hauswirtschafsraum. Gemeint ist deine Wohnumgebung, sei es ein 1-Zimmer-Appartement, eine Wohnung oder eine Villa plus Ferienhaus. Den der Zustand unserer Wohnumgebung spiegelt ziemlich genau den Zustand in unserm Inneren wider.
Die 1. Etage …
… bringt den Zweisamkeits-Raum, so du einen hast, das Wohnzimmer, Arbeitszimmer und den Reichtums-Raum.
Die 2. Etage …
… wartet mit Kinderzimmer, Gästezimmer, Kreativraum und Gewächshaus/Labor auf, bevor wir auf der Dachterrasse die geschützte Sternwarte besuchen.
Außerdem gibt es zu jedem Raum einen speziellen Zugang, aber das führt hier zu weit. Nur so viel: Dein Leben ist so, wie du DENKST, dass es ist.
Willst du mehr wissen!?
Dann trag dich in den Newsletter ein, dort erfährst du, wann der nächste Workshop ist, wann das Buch erscheint u.v.m., aber das BESTE: Du kannst einfach auf eine Mail von mir antworten und nach einem Kennenlerngespräch fragen. „So einfach ist das?“ JAAAAAA 😀