Scheinbar unsichtbar: Wertlosigkeit

Wenn du dich mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigst, ist es, als ob Schleier weggenommen werden. Was zum Vorschein kommt ist zunächst einmal nicht angenehm. Die Chance zur Veränderung liegt darin, hinzuschauen. Das ist der erste von den fünf Schritten der Veränderung. Nur wenn du ihn gehst, hast du die Möglichkeit, etwas in deinem Sinne zu verändern.

Wertlosigkeit in der Umgebung

Ich stehe mit einem netten Menschen, dem ich vertraue, und der mir unter klaren Bedingungen Hilfe angeboten hat, in Haus und Garten. Und sehe an, was ist. Ich weiß, was ist. Ich weiß auch, welche Geschichten sich darin spiegeln. Ich weiß um Trauer, Scham, Wut- die niedrigen Frequenzen, die sich im Außen spiegeln. Weil sie in meinem Inneren sind.

Indem ich seine Fragen beantworte, höre ich mich reden und denke: Was erzähle ich MIR da eigentlich. Alles berichtet von dem, dass ich es (mir) nicht wert bin. Ich gebe die Verantwortung ab an Menschen und Situationen, anstatt sie selbst zu übernehmen. Dabei handele ich doch ansonsten in der so wichtigen Selbstverantwortung. „Ich übernehme zu 100 Prozent die Verantwortung für mein Leben!“. Es tut weh, einen Bereich gefunden zu haben, der so massiv von der Vergangenheit bestimmt ist.

Mein Kopf weiß das, aber jetzt fühle ich das auch. Bähm. Der erste Schritt zur Veränderung. Eigentlich bin ich auch den zweiten schon gegangen: Ein Verständnis dafür zu entwickeln, warum das so ist. Aber Schritt drei, das LOSLASSEN, das habe ich nicht getan. Danke für diese Erkenntnis!

Wertlosigkeit im Beruf

Das Reizthema „Überstunden“ kann(!) ein Anzeiger für Wertlosigkeit sein. Natürlich muss man die Arbeitsanforderungen anschauen, die Situation drumherum. Und die eigenen Arbeitsmethoden. Darin liegt viel Verbesserungspotential. Bist du es dir wert, deinen Arbeitsalltag so zu gestalten, dass du ihn dir nach deinem Biorhythmus einrichtest, so weit, wie es eben möglich ist? Bist du dir Pausen im Arbeitsalltag wert, auch wenn du Nichtraucher bist!? Bist du dir ein Einschränken der Überstunden zugunsten vom Erhalt deiner Arbeitskraft wert? Bist du es dir wert, das Gespräch mit Vorgesetzten zu suchen, um deine Lage und die anderer zu verbessern? Win-Win-Situationen zu schaffen? Oder halten verständliche Ängste dich ab?

Wertlosigkeit in Beziehungen

Dein Partner, deine Partnerin hat deinen Wünschen einmal mehr nicht entsprochen, sie überhaupt nicht wahrgenommen oder mit einer wegwerfenden Handbewegung abgetan? Und ist zu dem übergangen, was ihm oder ihr wichtig(er) ist?

Jemand hat dir ganz selbstverständlich deinen Wert abgesprochen, ob im Privat- oder Berufsleben? Nach dem Motto „Kein Wunder, du bist ja eh zu blöd!“ Autsch.

Du bist verabredet und weißt schon: Er oder sie wird wieder zu spät kommen. Bist du dir (und anderen) Pünktlichkeit wert?

Deine Familienmitglieder betrachten dich als Servicetankstelle? Du lässt dich ausnutzen? Und du hasst dich dafür?

Wertlosigkeit, auch wenn man scheinbar alles hat.

Wenn ein Mensch von außen betrachtet ein gutes Leben führt, einen hohen Standard hat, beliebt ist, sich vieles verwirklichen kann, dann muss dieser Mensch sich doch zwangsläufig wertvoll fühlen!? Wert im Außen bedeutet nicht zwingend Wert im Innen. Die Frage ist, ob dieser Mensch um diese Zusammenhänge überhaupt weiß. Er kann sich dennoch vieles absprechen, das ihm nicht zusteht- seiner Meinung nach. Und auch er kann sich Dinge versagen, die er sich von Herzen wünscht, weil er sich das nicht wert ist.

Boah, ist das frustrierend! Was ist die Lösung!?

Wie entsteht Selbstwert?

Selbstwert sollte in der Kindheit entstehen und eng mit einem Urvertrauen verbunden sein. Leider geht trotz allem Wohlwollen der Eltern und Lehrenden, mit denen wir unsere Kindheit und Jugend verbringen, viel schief. Wenn wir erwachsen sind, dürfen wir also lernen, uns selbst Wert zuzusprechen

Das geht durch Entscheidungen:

Ich bin mir eine angenehme Wohnumgebung wert.
Ich bin mir Sauberkeit und mein Maß an Ordnung wert.
Ich bin es mir wert, von heilen, funktionierenden Dingen umgeben zu sein.
Ich bin es mir wert, dass auch meine Bedürfnisse gesehen (und erfüllt) werden.
Ich bin mir eine angemessene Bezahlung wert (Geldwert ist gleich Selbstwert).
Ich bin mir Erholungszeiten wert.
Ich bin mir eine gute Ernährung und ein gutes Trinkverhalten wert.
Mein Körper ist es wert, gepflegt zu werden.
Ich bin mir vertrauensvolle Beziehungen wert, in denen Geben und Nehmen ausgewogen sind.
Ich bin mir es mir wert, dass mir niemand meine Zeit stiehlt.

Was bist du dir ab sofort wert!?

Wie Innen so Außen.

Das universelle Gesetz besagt, dass du jetzt nicht auf einen Feldzug gehst und deinen Mitmenschen mitteilst, was sie ab sofort zu unterlassen haben, verändern müssen, … Du darfst diese Dinge in dir erzeugen und im Umgang mit dir selbst darauf achten.

Ich bin es mir wert, heute um ?? Uhr Feierabend zu machen!
Ich bin es mir wert, eine Haltestelle früher auszusteigen, um entspannt nach Hause zu kommen.
Ich bin mir buntes Essen wert. So leben ich meinem Lieblingsmenschen vor, was reizvoll und lecker sein kann.

Sprich diese „Ich bin (es) mir wert,…!“ -Sätze auch so oft wie möglich laut aus. Ansonsten sage es dir innerlich, wie ein Mantra. Dein Unterbewusstsein wird nach und nach darauf reagieren. Und das ist wichtig, denn:

Wertlosigkeit ist einer der sieben Abundace-Blocks!

Wertlosigkeit steht also wie eine Mauer zwischen dir und deinem Lebendasduliebst. Ich bin es nicht wert. Ich bin nicht gut genug. Alles ist für die andern, nicht für mich.

Du kannst die anderen nicht beeinflussen, aber du kannst dich selbst in deinem Sinne beeinflussen. Damit sprichst du dir selbst Wert zu. . Das wird nicht unentdeckt bleiben.

Du strahlst es aus. Und sorgst damit dafür, dass so Manches, was man sonst mit dir gemacht hat, quasi automatisch abgestellt wird. Wenn nicht, wirst du aus einer Haltung dessen, dass du es dir wert bist, klare, deutliche und damit auch in aller Ruhe wirksame Ansagen machen können. Mitunter muss man das lernen, also üben. Dann beginne im Kleinen. Dort, wo deine Ängste noch klein(er) sind. Dann wirst du mutiger – immer mehr und mehr.

Die fünf Phasen der Veränderung:

  1. Wahrnehmen, was ist.
  2. Ein Verständnis davon entwickeln. Wie kam es dazu? Warum ist das so? Was steckt dahinter? Kein Entschuldigen!
  3. Loslassen.
  4. Festlegen, wie es sein soll. Was sein soll.
  5. Schritte in die Richtung des neuen Zustands unternehmen.

Wenn du dabei Unterstützung brauchst, melde dich gern!

Hab es schön, das wünscht dir
Birgit #lebendasduliebst

Gute Vorsätze durch Gewohnheiten verwirklichen

Und? Was machen deine Neujahrs-Vorsätze? Oder deine großen Ziele, Wünsche und Träume, die du schon so lange verwirklicht sehen möchtest?

Mir ging es lange so, dass ich einfach voller Scham war und bildlich gesprochen weggeschaut habe. Bloß nicht hingucken, dann tut es wieder weh. Ich zeige mir selbst, wie unfähig ich bin. Ich habe xy noch nie hinbekommen, ich bin eben nicht xy , mir steht das nicht zu. Alle anderen können das, aber ich!?

Das hat sich verändert, seit ich weiß, dass diese Sätze und die Gefühle, die sie mitbringen, nicht „Ich“ sind, sondern Denkmuster-Familien, die sich in meinem Lebenshaus breit gemacht haben, ohne dass ich es bewusst wollte. Und so ist das in jedem Lebenshaus. Die ungebetenen Gäste sind etwas verschieden, aber immer lauern sie gleich in der Diele, so dass der Zutritt zu den anderen Räumen des Lebenshauses gleich blockiert ist.

Also muss ich jetzt erst ein paar Jahre in meinem Inneren aufräumen, bevor ich mein Leben verändern kann?

Jein, beides geht Hand in Hand, in der Weise, wie es für dich funktioniert, spielerisch und am besten in einer Gemeinschaft, die deine noch so kleinen Erfolge feiert und bei Hängepartien da ist.

Die Methode, die dir hilft, die ersten erfolgreichen Schritte zu tun, sind Gewohnheiten.

Aber Gewohnheiten sind unsexy!

… mag sein, aber du wirst sie lieben lernen, glaub mir. Du hast sowieso jede Menge davon- zumeist ohne dir dessen bewusst zu sein. Unser ganzer Alltag wird durch den „Kleber Gewohnheit“ zusammengehalten. Denn das genau ist ja auch das Ziel: Die von dir gewünschte Handlung so einzuüben, dass sie dir in Fleisch und Blut übergeht und du nicht mehr darüber grübeln musst und insofern dafür die kostbare Energie sparst. Unser Gehirn ist der größte Energiefresser. Wenn er mit Banalitäten überlastet wird, bleibt keine Energie für die wirklich wichtigen Dinge übrig.

Denn das ganze Leben ist ein Energiespiel­:

Wenn du etwas mit Leichtigkeit erreichen willst, musst du dafür sorgen, dass du alles, was dafür nötig ist, zunächst einmal lernst. Du steckst also Energie, Aufwand, Arbeit hinein. Das lässt sich nicht vermeiden, tut mir leid. Macht aber auch Spaß! Nach und nach wird es leichter, schließlich ist es im besten Sinne normal.

Hier ein paar Tipps für die Themen, in denen du etwas verändern willst: Gewohnheiten in Bezug auf deine Zeit …

… liegen fast unter allen Zielen. Denn: Egal, ob du dich gesünder ernähren, Sport machen, deine Wohnung oder deinen Papierkram aufräumen willst, dich deinem Hobby widmen willst, für alles musst du Zeit einplanen.

Mein Tipp: Starte mit kleinen Gewohnheiten, die du täglich machst, um einen dauerhaft besseren Zustand zu erreichen und zu halten. Warum? Weil dieser dir täglich spiegelt: Ich kann mir vertrauen! Ich tue, was ich mir vorgenommen habe! Ich kann das! Es ist jetzt ganz leicht geworden! Also gewinnst du Selbstvertrauen und Zutrauen zu dir für andere Themen.

Beispiele:

  • Die 2-Minuten-Aufräumroutine von Fly-Lady
  • jeden Morgen dein Bad erfrischen (Waschbecken und Toilette putzen)
  • Jeden Abend deine Kassenzettel und Belege in dein Haushaltstuch räumen.
  • Deinen Schreibtisch 2 Minuten aufräumen.
  • Jeden Abend kurz den nächsten Tag planen.
  • Am Morgen alles für dein Hobby bereitlegen, damit du nach der Arbeit damit gleich starten kannst.
  • Jeden Abend die Küche aufräumen – und dich jeden Abend freuen, dass das immer schneller geht.
  • Jeden Tag fünf Minuten Unkraut zupfen, anstatt am Samstag eine Gewaltaktion zu machen.
  • Morgens schriftlich notieren, was heute am wichtigsten ist.
  • Nach einem Arbeitsblock eine bestimmte Übung machen, die dir guttut, und dein Gehirn auch wieder besser durchblutet, und somit dich wieder frisch macht, z.B. Schulter-Übungen, die auch dem Nacken helfen.
  • Trinkroutinen entwickeln.
  • Beim Abspeichern eines Dokumentes eine neue sinnvolle Dateienstruktur beginnen und gleich zwei bestehende Dokumente umsortieren. Anstatt Gewaltaktionen machen zu wollen, für die nie die Zeit kommt.
  • Überhaupt mehr Dinge im Block tun: Nicht eine Grafik erstellen, sondern gleich zwei oder drei.

Fang dabei mit nur einer Sache an, wenn sie läuft, kannst du eine zweite zu nehmen.
Was sind Mini-Gewohnheiten, die dir helfen? Kommentiere gern!

Und mach deinen Fortschritt sichtbar:
Mit einem wöchentlichen Tracker, einem Smiley neben dem Datum in deinem Kalender, oder …?

Kläre, was deine Motivation ist!

Ich habe völlig unabsichtlich einige Gewohnheiten entwickelt, die mir Zeit sparen und auch einige andere Vorteile haben, weil ich beschlossen habe:
„Es macht mir Freude, bewusst mit Ressourcen umzugehen.“
So habe ich einige Dinge in Bezug auf den Verbrauch von Wasser und die Getränkezubereitung verändert, die Energie und Zeit sparen- und meiner Gesundheit guttun. Und das, nachdem mir klar wurde, dass nicht primär das Geld sparen meine Motivation ist.

Denke daran: Du tust es für DICH!

Positiver Egoismus ist wichtig. In dem Sinne:

Hab es schööööön!

Das wünscht dir
Birgit #lebendasduliebst

Morgenroutine- gehasst und geliebt

Morgenroutine ist wichtig. Morgenroutine ist immer mal wieder ein Trend. Es gibt viele erprobte Routinen. Morgenroutinen sind gern umfangreich – und damit abschreckend.

Hallo und herzlich willkommen hier auf meinem Blog. Ich starte mit diesem Beitrag eine kleine Reihe über die heißen Themen Gewohnheiten und Routinen.

Viele Menschen wollen keine Routinen, sie fühlen sich von Routine eingeengt, sagen sie. Aber jeder Mensch hat Routinen, auch wenn sie unbewusst sind. Zum Beispiel morgens x-mal die Schlummertaste zu drücken, ist eine Routine. Abends bis ultimo vorm Rechner zu sitzen, ist eine Gewohnheit. Morgens immer im Stress aus dem Haus zu kommen und an zwei von fünf Tagen etwas Wichtiges vergessen, ist eine Routine. Immer zu spät zu kommen, ist eine Gewohnheit. Eine, mit der man sich keine Freu(n)de macht.

„Ja, aber dieser Selbst-Optimierungswahn! Da mache ich nicht mit!!!“

Wer spricht von Selbstoptimierung? Aber gut, meinetwegen, sprechen wir doch mal von Selbst-Optimierung! Wie du vielleicht weißt, bin ich ein großer Fan von richtig verstandenen Begriffen, die mit der Vorsilbe „Selbst-!“ beginnen. Du optimierst dein „Selbst-!“. Okay.

Dazu musst du erstmal wissen, was dir, deinem Selbst wichtig ist?

Was dir dienlich ist? Was du willst? Wovon du mehr willst? Und wovon weniger? In deinem Leben, an jedem Tag.

Wie wäre es in Bezug auf den Tagesbeginn mit

  • … ausgeschlafen sein und erfrischt aufwachen.
  • … entspannt und sortiert aus dem Haus gehen
  • … mich auf den Tag freuen und ihn genießen!

Das wär‘s doch, oder!?

Ein guter Morgen beginnt mit einem guten Abend.

Will sagen: Wenn dein Ziel ist, ausgeschlafen zu sein, musst du entsprechend früh(er) ins Bett gehen. So einfach? Ja. Warum machst du es dann nicht? Weil du es dir nicht wert bist. Weil der Abend doch schließlich deine einzige eigene Zeit ist, und die willst du auskosten!!! Weil du andere Gewohnheiten hast, die dem entgegenwirken. Anders gesagt: Du sabotierst dich selbst. Wie ist das möglich!?

Du hast zwei Seiten in dir, Engelchen und Teufelchen. Bewusstsein 5% und Unterbewusstsein 95%. Deine Denk- und Handlungsmuster schreien gequält und panisch auf: VERÄNDERUNG, NEEEEEEIN! Das wollen sie nicht. Darum arbeiten sie mit aller Macht dagegen. Leider meist mit Erfolg.

Rede mit ihnen und sage ihnen: Wir probieren das mal aus! Wird gar nicht so schlimm, nur drei Wochen okay? Hole sie ins Boot. Da sie sicher sind, dich zu kriegen, machen sie gern mit. Du bist aber der Chef im Ring, du sitzt am Steuer, du stehst am Ruder und bestimmst den Kurs. Das wird du ihnen – und dir (!) schon zeigen. Wirst du doch?

Gewohnheiten brauchen mindestens 21 Tage, bis sie sitzen. Also drei Wochen, besser sechs bis acht, je nachdem wie groß und einschneidend die Gewohnheit ist. Und eine neue Gewohnheit muss mit einer schon funktionierenden verbunden werden – also davor oder danach!

Wichtige Elemente einer Morgenroutine bringt der „Miracle Moring“ von Hal Elrod mit den Life S.A.V.E.R.S.: Stille. Affirmationen, Visualisierung, Exercise, Reading, Schreiben.Es wird angemerkt, dass man das in 6 Minuten abhandeln könnte, aber ob das zufriedenstellend ist? Es gibt viele Möglichkeiten mehrere Punkte zu kombinieren. Ich persönlich nehme das Lesen (also Lesen von Fach- und Sachbüchern) immer raus.

Bob Proctor hat für seine Studis eine Morgenroutine von ein bis zwei Stunden. Darin kommt vor: Fünfzig mal sein Hauptziel aufschreiben. Auch andere empfehlen einen Ablauf von einer bis anderthalb Stunden. Woher nehmen und nicht stehlen!? Das ist der Punkt, der dich davon abhält, deine persönliche Morgenroutine auszudenken und zu starten: Man soll ultrafrüh aufstehen, „Der 5-Uhr-Morgens-Club“. Und wie komme ich dann auf meine acht Stunden Schlaf!?

Meine Tipps:
Notiere, was du willst, was du dir wünscht? Wie willst du dich morgens fühlen?

Dann finde erste Schritte (5 bis maximal 15 Minuten): Am Abend die Sachen für den nächsten Tag bereitlegen und anderes vorbereiten. Mach eine Liste!
Ideale Zu-Bett-Geh-Zeit mit dir verhandeln und festlegen (das ist ein Vertrag mit dir über DEIN Ziel). Jetzt schaust du dir an, wie weit du vom Soll-Zustand zeitlich entfernt bist. Beispiel: Du gehst immer um 1 Uhr ins Bett, willst aber 23 Uhr einüben. Dann könntest du im ersten Schritt bis um 0:30 Uhr im Bett liegen. Nach einigen Tagen, wenn es klappt, peilst du Mitternacht an. Das ist schon eine Stunde mehr! Danach arbeitest du dich vielleicht in 15 Minuten Schritten in Richtung deines Ziels. Tu dir den Gefallen und halte das auch am Wochenende ein! Jedenfalls die ersten Wochen. Mach eine Üb-Kette draus! Halte es irgendwo fest. Einfach in Papier neben den Kalender schreiben. Oder einen Tracker in deinem Notizbuch ausfüllen. Mach deine Erfolge sichtbar- immer!!! Und lobe dich, falls es sonst niemand tut. Vielleicht aber findest du jemanden, der dieselbe Herausforderung hat. Meine Buddy Karla hatte sich angewöhnt, sich den Wecker zu stellen, um ins Bett zu gehen. Verkehrte Welt, aber es hat geklappt! Hauptsache.

Meine Erfahrungen mit Morgenroutinen

Ich war als Mutter von Vieren sehr an die zeitlichen Vorgaben gebunden. In den 2000er Jahren begann der Tag um 4:15 Uhr (Sohn an die Magensonde stöpseln) und entweder wieder ins Bett gehen oder runter ins Arbeitszimmer, um die Biene Beatrix in die Welt zu bringen, Konzertreisen zu organisieren. Um 7 Uhr oder etwas später kam sein Bus, insofern abstöpseln, fertigmachen, anziehen, füttern, den Rolli die Treppe runterbugsieren – mir wird heute noch schlecht, wenn ich dran denke. Die anderen Jugendlichen zwischendurch wecken und zur Schule kriegen. An guten Tagen das jüngste Kind mit dem kleinen Hund zur Schule bringen, um etwas gemeinsame Zeit zu haben. Zurückgekommen mit dem großen Hund gehen. An schlechten Tagen einfach den Kopf auf die Tischplatte sinken lassen und hemmungslos vor Erschöpfung heulen.

Darum bin ich für meinen ruhigen Tagesanfang, nachdem die Kinder aus dem Haus sind, durchaus dankbar und kenne verschiedene Morgenroutinen: Vor allem im Sommerhalbjahr gern eine Zeit mit meinem ersten Kaffee auf der Terrasse die Stille genießend oder mit meinen Affirmationen auf den Ohren die dazugehörenden Bilder erstehen lassen. Beim zweiten Kaffee dann Journaling und Lesen eines Sachbuchs. Ach, was für schöne Erinnerungen an den Fülle-Sachbuch-Club 2021 😉 mit der „1 Prozent Methode“…

Jetzt im November 2023 ist Winterhalbjahr und NaNoWriMo, da stelle ich die Kaffeemaschine an. Während sie durchläuft, erfrische ich mein Bad nach der Flylady-Methode und hänge noch fünf Minuten für eine andere Aktion an. Dann gehe ich mit dem Kaffee zum Laptop und nur für mein Trello-Board zum aktuellen Buch ins Internet. Dann schreibe ich. Handy habe ich zuvor einmal gecheckt und ist jetzt aus. Parallel habe ich eine Datei „Journal des jeweiligen Monats“ auf, um dort zu notieren, was mir an Aufgaben, Gedanken oder nötiger Psychohygiene in den Sinn kommt. Je nachdem wie es läuft, vergeht eine halbe Stunde bis Stunde. Dann folgt der zweite Kaffee und Frühstück. Meine Affirmationen höre ich gern in den Öffis auf dem Weg in die Musikschule. Zuhause habe ich dann als Pause vormittags Bewegung mit Videos von Gabi Fastner gemacht. Fachbuch lesen fällt eher aus in solchen intensiven Schreibzeiten. Leider. Aber alles geht nicht. Der Perfektionismus darf sich hintenanstellen. Auch, wenn ich über ihn schreibe.

Welche Erfahrungen hast du mir Morgenroutinen, kommentiere gern!
Hab es schön!

Birgit #lebendasduliebst

Listen – ein Allheilmittel?

Sie ist allgegenwärtig, die To-Do-Liste. Gefürchtet, gehasst, mit Seufzern verbunden.

Natürlich brauchen wir Klarheit über die Aufgaben, die anstehen. Natürlich ist unser Leben vielfältig, geradezu ein Puzzle. Ob auf der Arbeit oder im Privatleben. Persönliche Elemente suchen auch noch den Weg in den Kalender. Oft vergeblich.

Und Organisation ist das halbe Leben. Mindestens. Nötig ist aber eine Organisation, die DIR dient. Du sollst nicht Sklave davon sein, sondern Herrscher. Oder Pilot, Kapitän, oder …?

Wir lieben Listen! Es macht uns Freude, Punkte abzuhaken.
Dafür verantwortlich ist das Glückshormon Dopamin.
Aber wie bei jeder Sucht 😉 hilft mehr nicht immer mehr!

Die für meine Begriffe einzig verantwortbare To-Do-Liste:
Die 1-Minuten-To-Do-Liste nach Linnenberger… bringt hervorragend die zeitliche Beschränkung mit der Priorisierung zusammen, mehr hier. Immer gut mit einem flexiblen Tool wie trello.com, das in dem Video auch gezeigt wird. Ich habe Abenteuer HomeOffice bei Claudia Kauscheder 2018/2029 absolviert. Nachhaltig.

Plus-Minus-Liste

Ein variables Tool für deine persönliche Belange aller Art, die du bestimmst, ist die Plus-Minus-Liste. Sie ist immer einfach: Ein Blatt in der Mitte durch einen Strich geteilt. Auf der einen Seite ein Plus auf der anderen ein Minus. Die Anordnung bleibt dem Thema überlassen.
Beispiele:

Grundsätzliche Zufriedenheit, Unzufriedenheit
Wovon willst du weniger (Minus), wovon mehr (Plus)

Wochen-Rückblick
Was war gut? Plus. Was war nicht gut? Minus. Was war Plus/Minus?

Für Projekte
Leichte Aufgaben, schwierige Aufgaben.

Wofür würdest du die Plus-Minus-Liste noch einsetzen? Kommentiere gern!

Lose-Enden-Liste

Für wahrhaft Mutige. Sie ist die schwierigste, aber auch die Liste mit der meisten Schubkraft: 
Lose Enden aller Art aufschreiben.

Was die Lose-Enden-Liste NICHT ist:

  • eine Liste von anstehenden Aufgaben.
  • eine Liste von Projekten.
  • eine Liste von alldem, was du schon immer mal machen wolltest.

Was sie ist? Eine Liste mit den immer in deinen Gedanken irrlichternden Gespenstern. Weißt du, was ich meine? Beispiele:  

  • TÜV-Termin oder Kontroll-Termine machen.
  • Testament aufsetzen.
  • Dies und Jenes was kaputt ist reparieren, austauschen …
  • Ich wollte diese und jenes tun und brauche dafür noch eine Kleinigkeit
  • Dies und jenes ist nicht ganz fertig geworden.
  • Ich müsste mal gucken, wo …
  • Was steht da rum, was wegmuss.
  • Ich wollte dies und jenes verschönern, aber …
  • Ich wollte den und den doch fragen, ob /wo/ wer …

Welche Beispiele fallen dir ein? Kommentiere gern.

Mein Rat: Nachdem du alles mal zehn Minuten (zunächst nicht mehr!) aufgeschrieben hast, schaue doch, ob du Bereiche findest, denen du die losen Enden zuordnen kannst? Steckt vielleicht die Möglichkeit darin, welche zu einem Projekt zusammenzufassen? Auch wenn es ein wolkiges wie „Ich verbessere meine Umgebung!“ ist. Wiederum zehn Minuten. Wie immer gilt: Sachen, die 2 bis 5 Minuten dauern, können sofort erledigt werden. Markiere sie mit einem Sternchen und setze zwei davon um. Wow!

Die To-Want-Liste

Eine Schwester der großen Bucket-List, der Liste, was bis zum Ende des Lebens erlebt, gesehen, … sein soll. Die „Big five for live“ bei John Strelecky. Runtergebrochen auf „den Sommer“, „den Herbst“, den nächsten Monat, aber günstig sind zwei Monate oder etwas mehr, für mehr Chancen. Ein Beispiel ist die To-Want-Liste vom Blogtoberfest von Judith Peters. Stöbere gern hier. Darunter haben andere ihre Listen verlinkt – jede Menge Anregungen.

Die Erledigt-Liste

Eine Motivations-Liste. Etwas für dich? In welchem Bereich? Wie? Papier, Digital oder was? Darfst und musst du entscheiden! Vermeide Durcheinander wie das Führen von zwei Kalendern (digital und in Papier oder in zwei digitalen Tools, davon hab ich schon gehört – und von verpassten Arztterminen.

Nun bist du dran! Welche Liste soll nun dein Herzblatt sein?

Das wüsste gern,
Birgit #lebendasduliebst

Lose-Enden-Gespenster

Morgens beim ersten Kaffee mache ich das Solitaire auf. Im Moment wird mir Werbung für ein Zombiespiel angezeigt. Aber wer braucht schon Zombies! Wir haben doch alle unsere eigenen Zombies, unsere eigenen Gespenster: Im Keller, in der Garage, auf dem Dachboden, in Ordnern, Dateien, Handarbeits-Körben, …

Wovon ich spreche? Von „Losen Enden“!

Lose Enden hat jeder Mensch.
Und jeder Mensch fühlt sich deswegen schlecht,
und meint, er wäre der Einzige, der sie hat.
Daran kann man gut erkennen, dass lose Enden mit Logik nichts zu tun haben,
sondern mit negativen Gefühlen behaftet sind.

Lose Enden bringen zwei massive Probleme mit:
1. Sie lassen still und heimlich unsere gute Energie abfließen

Sie sind Energie-Räuber und ein dauernd tröpfelndes Energie-Leck, auch und gerade, wenn wir durchaus aktiv sind. Warum?

Die Antwort ist der „Zeigarnik-Effekt“: „… ein psychologischer Effekt. Er besagt, dass man sich an unterbrochene, unerledigte Aufgaben besser erinnert als an abgeschlossene, erledigte Aufgaben.“
Quelle: Wikipedia

Das ist DER Grund dafür, seine Erfolge, die Positiven Dinge festzuhalten, z.B: in einem Erfolgs-Tagebuch, meiner Wochen-Plus-und-Minus-Liste, einem Meilenstein-Board bei Trello, oder …?
Grundsätzlcih hat das mit der Gehirnfunktion zu tun, dass wir Abweichendes scannen. Das hat uns das Überleben gesichert! Insofern gebührt dem zunächst Dankbarkeit! Wir wollen aber nicht mehr Reptilien-Gehirn-gesteuert-Sein!

2. Lose Enden spiegeln uns unser Unvermögen.
Und damit haben wir ein massives Selbstwert-Problem

Wir bestätigen uns selbst, dass wir unordentlich sind, dass wir unsere Finanzen nicht managen können, die Buchhaltung nie auf Reihe kriegen, immer zu spät sind, unsere Steuererklärung abzugeben, dass unser Bügelberg immer riesig ist, … – die Liste der Selbst-Anklagen kann schier endlos sein. Wir denken darum von uns selbst, dass wir es einfach nicht können, dass wir nichts wert sind. Das war schon immer so. „Ich bin eben so!“ Sagen wir trotzig. Und fühlen uns schlecht.

Lose Enden befeuern durchgehend unsere negativen Denkmuster,
unsere Paradigmen, Bewertungen, die wir über uns selbst aussprechen

Und die Aussichtslosigkeit greift um sich, nimmt immer mehr und mehr Raum ein. Das Grau tröpfelt ins Leben, wird zu dunkelgrau. Bis alles nur noch schwarz ist. Gern beginnen wirirgendwann auch noch damit, uns mit anderen vergleichen, die das das doch (scheinbar) so viel besser können. Unsere durchgestylte Medienwelt tut dann obendrein noch ihr Übriges. Wir sind ein wandelndes schlechtes Gewissen.

Die Abwärtsspirale ist in vollem Gang, darum fürchten wir uns hinschauen- glauben wir.

Dabei ist es wie mit den Gespenstern: Es gibt sie nicht.
Wohl aber Erklärungen dafür, warum wir meinen, sie gesehen zu haben.

Heißt was? Hinschauen, am besten nicht allein.

Papier rausziehen und aufschreiben, in einer Datei sammeln.

Und dann versuchen, Muster zu erkennen.
Gruppen zu bilden. Zusammenzufassen.
Das Gehirn liebt solche Puzzleaufgaben, Detektivarbeiten.

Das haben wir im Fülle-Club gemacht, im Rahmen des Ordnungs-Oktobers,
in zweimal zehn Minuten mit Austausch dazu.
Danach waren wir erschöpft, ich auch. Ja, es war hart.

Und was geschah dann?
Nach zwei Tagen gab es erste Meldungen von Erleichterung, erster Klarheit, ersten „Haken dran“ –
dem Mut, die alten Listen heraus zu kramen. Und auch festzustellen, dass man durchaus allerhand davon gemacht hatte. Das aber auch nicht festgehalten und gebührend gewürdigt hatte.

Es kam Bewegung in die Sache

Das bedeutet NICHT, dass jetzt alles erledigt wird!
Das kann kein Mensch.

Aber Schein-Riesen wurden kleiner.
Es ist wieder Platz für Gedanken von Selbst-Annahme,
ja positiveres Denken über sich selbst.

Es kommt mehr Energie, da das Energieleck der Losen Enden abgedichtet wird.

Hilfreich ist hier wieder:  EINE Sache rausnehmen-
und den anderen sagen: Ihr kommt später dran.
Oder: DU bist am Wochenende dran!

Lose Enden anzuschauen ist ein Akt für mehr Gesundheit

Also: Mit Hilfe hindurchgehen – und auf der anderen Seite ankommen, wo zaghaft die Sonne scheint.

Dabei gern an deiner Seite
Birgit #lebendasduliebst

WIE? Im Online-Fülle-Club schnuppern oder in Sarstedt beim Fülle-Treff schnuppern.
Schreib mir einfach unverbindlich an birgitbrakebusch(at)gmx.de

Hast du Lust auf Ordnung!?

Ordnung- welche Assoziationen verbindest du damit?

  • … hätte ich gern!
  • … hab ich immer schon gehasst!
  • … konnte ich noch nie, ich bin halt unordentlich 🤷
  • … ist mir zu starr. Dann muss ich Wäsche falten wie diese Frau aus Japan!? Das ist nix für mich.
  • … Wenn ich da erst anfange. Da ist viel zu viel zu tun!
  • Und außerdem will ich gar nicht sein wie die anderen!

Wenn wir ein Thema angehen, das uns sehr belastet, fährt sofort unser System alle möglichen Gründe DAGEGEN auf.

Veränderungen aller Art sind für unser System zunächst einmal eine Bedrohung. Der Status Quo mag schlecht sein, aber hier sind wir sicher.

Darum bleiben wir in einer scheußlichen Umgebung, mit den falschen Leuten, ärgern uns täglich über Dinge, die wir suchen müssen (und nicht finden). Wir reden es uns schön. Und wir leiden.

Schluss mit dem selbstgemachten Leiden.
Aber auch Schluss mit den scheinbaren Erwartungen an dich, die sich an „den Anderen“ orientieren – und an Wohnzeitschriften, Pinterest und Co.

Diesen Herbst ist Zeit für dich, für deine Ordnung- in Minischritten.
Ein für alle Mal Hinschauen, Klarheit, Respekt und Mitgefühl mit dir selbst und den anderen, die mit dir unterwegs sind im Fülle-Club.

Schluss mit Überwältigt-Sein
Du hast Anleitung und Sparrings-Partner um deinen ganz persönlichen Mini-Plan zu erstellen – und durchzuführen.

Schluss mit Zeitmangel
Du wirst kleine Zeitfenster dafür finden. Denn das Gefühl von „Es geht voran!“ ist einfach zu schön. Mini-Zeitinseln sind ohnehin der Schlüssel für ein so viel schöneres Leben!

Schluss mit Angst davor, (wieder) zu versagen
wenn du nur deinen Ansprüchen genügst, kannst du nicht versagen. Außerdem bist du nicht allein. Insofern kannst du auch nicht in alte Muster zurückfallen. Denn wenn sich dein Innen positiv verändert, zeigt sich das (immer!) im Außen.

Schluss mit Angst vor Kritik, Belächelt werden
Du musst es da draußen niemandem zeigen- und im Fülle-Club hast du Verbündete, die FÜR dich sind.

Und dann ist da noch Birgit
… diese Frau, die es grad noch nicht mal hinkriegt, automatisierte Mails zu verschicken und damit den Fülle-Club bei Digistore verkaufen zu können. Na und!? Wenn du dich traust mir zu schreiben an birgitbrakebusch(at)gmx.de kann du den Ordnungs-Oktober für 39€ brutto gegen Rechnung buchen – und ich nehme dich sofort auf in den Fülle-Club. Schöne Ordnung und mehr Lebendasduliebst sind nur eine Mail entfernt! Ich freue mich so sehr auf Dich! Start mit dem Fülle-Call am 9.10.2023

Mehr Infos findest du hier.

Die individuelle Lebensreise

Die Stille der Sommerferien ist geräuschvoller Betriebsamkeit gewichen. In Nachbarsgarten dröhnt der Rasenmäher des Gartenbaubetriebs, zwei Straßen weiter finden Arbeiten am Asphalt statt. Der Alteisen-Transporter beschallt beim Durchfahren das Quartier. Zwei Schulklassen gehen laut schnatternd zur Straßenbahn. Die fröhlichen Kinderstimmen sorgen dafür, dass mir ohne Vorwarnung die Tränen in die Augen schießen. Ich erinnere mich an meine Zeit als Mama. Vermisse meine nun erwachsenen Kinder. Und einen Augenblick lang sehne ich mich nach so viel Vorgegebenem, was zu erfüllen war, an dem ich mich rieb und es ablehnte, ja. Aber es gab auch einen festen Rahmen. Und die Freiheit der Gestaltung, die ich nun habe und so sehr liebe, erscheint mir für einen Moment wie eine große Last.

Ich verstehe, wie es meinen Kundinnen geht, denen es inmitten des fordernden Alltags so schwerfällt, neue Denk- und Handlungsweisen überhaupt entwickeln zu wollen. Weil sie denken, dass sie dafür zusätzliche Kraft aufwenden müssten. Wie ging mir das ‚damals‘? Ich kannte kein System, leider. Aber meine gut funktionierende Intuition brachte mich doch zu manchen neu einzuübenden Handlungsweisen:

Dieses dunkelblaue Gefühl „Etwas stimmt nicht!“ wurde von mir mit Aufmerksamkeit bedacht. Wahrnehmen, was ist! So zog ich mich zurück und sortierte schriftlich, was mir auffiel. Und fand daraus bestimmte Forderungen an Veränderung. So kam ich völlig selbstständig auf meine Pufferzeit: Bei Terminen bei Ärzten, zu Therapien (von denen es ja reichlich gab bei meinem Rollstuhlkind und den anderen dreien) eine Viertelstunde früher losfahren. Falls dann noch jemand die Windel voll hat, das Lieblings-Stofftier suchen muss, ohne dass es keinesfalls losgehen kann, wiedermal für meinen VW-Bus nicht sofort ein geeigneter Parkplatz zu finden ist – wir hatten noch Zeit. Entspannte Eltern haben entspannte Kinder. Und mitunter konnten wir sogar vor der Krankengymnastik, Logopädie oder Ergotherapie noch im SPZ Hannover rutschen, herrlich. Ja, es war immer noch anstrengend, aber weniger. Und manchmal einfach schön.

Ebenso gab es naturgemäß viele Veränderungen im Bereich Haushalt, Essenszubereitung. Im Grunde habe ich damals exemplarisch den Wert von Entscheidungen gelernt. Eine davon: „Ich will keinen Preis gewinnen für meine Wäsche im Schrank!“ Die Mehrarbeit steht in keinem Verhältnis. So entwickelte ich weit vor Marie Kondo ein weitaus simpleres Konzept, das für mich auch heute noch wunderbar funktioniert.

Wachstum und Entwicklung war mit dem Wachstum und der Entwicklung der Kinder auch für mich die Devise. Die Sehnsucht nach meiner Musik und die Notwendigkeit für zusätzliche Einnahmen im eng gesteckten Rahmen der höchsten Pflegestufe meines Sohnes, brachten mich zu durchaus innovativen Lösungen. Indem ich auf meine Impulse hörte, schuf ich so die Biene Beatrix, die nun 15 Jahre später, eine Neufassung erfährt. Alles wandelt sich. Nichts muss so bleiben wie es ist. Das kann auch beängstigend sein. Wer möchte schon so viel Geduld aufbringen!?

Diese Rückbezüge spielen auch in meiner Arbeit mit Kundinnen eine Rolle: Was hat schon einmal Freude bereitet, sich gut angefühlt. Was hast du immer so gern gemacht? Was hat gut funktioniert? Und warum? Das eigene Leben ist ein großer Schatz, aus dem du dich bedienen kannst. Auch dein inneres Wissen, dein inneres Internet funktioniert einwandfrei, wenn du es ein wenig schulst. Du hast alles bei dir, um deine individuelle Lebensreise zu gestalten. Kreativ, bunt, fröhlich, in Frieden und Freude. Wenn ich dir dabei Begleiterin sein darf, schreib mir (birgitbrakebusch(at)gmx.de).

Den September haben wir zum SINN-September erklärt. Wir machen uns auf die Suche nach Puzzlesteinen unserer großen Lebensvision, dem Ziel deiner individuellen Lebensreise. Das tun wir mit Blogartikeln, kurzen Youtube-Videos, Fülle-Calls per Zoom und anderen Aktionen. Wenn du nichts davon verpassen möchtest, melde dich doch gern unten zum Newletter an!

Hab es schön! Das wünscht dir
Birgit

Die unterschätzte Gefahr: Schleichende Prozesse

22. Juli 2023 Von birgit

Wir Menschen habe eine tiefsitzende Angst vor großen Katastrophen. Und leider haben uns die 2000er-Jahre uns in dieser kollektiven Angst massiv bestätigt. Das ist ein vielschichtiges Problem.

Der rosa Elefant steht täglich im Raum. Darüber vergessen wir das mindestens ebenso große Problem: Die schleichenden Prozesse. Beispiele gefällig?

GELDVERLUST

Wenn ich vormittags einkaufen gehe, stehen oft zehn plus x Lastwagen einer Kette, die Küchen aufbaut dort. Die Mitarbeitenden holen sich beim Bäcker und Supermarkt Essen und Trinken. Es wird gegessen, getrunken, gequatscht, geraucht. Einer(!) gießt sich verschämt aus einer Thermoskanne seinen Kaffee ein. Nach meiner Beobachtung raucht er auch nicht. BRAVO! Der Mann ist ein Vorbild. Aber der einzige von dreißig Leuten. Jeden Tag 10€ so auszugeben, macht in der Woche 50€, im Monat 200€, aufs Jahr… du verstehst. „Nein, aber ich habe kein Geld zum Schuldenabbau, Vermögensaufbau- lohnt ja alles nicht!“.

BEZIEHUNGSVERLUST

Zu dir selbst: Das Erste, was gestrichen wird, wenn Stress ist? Deine Zeit für Erholung, vernünftig Essen, Bewegung, soziale Kontakte. Zugunsten von Noch-Mehr-Arbeiten und Noch-weniger-Pausen-machen. Der Weg in den Abgrund. Mit Partner*in, Kindern entsprechend.

GENUG NEGAIIVITÄT VERSPRÜHT

Lecks gibt es in allen guten Gewohnheiten, die du etabliert hast. Also frage dich: Wo setze ich jetzt an? Was ist DAS EINE, was ich SOFORT (wieder) verbessern kann oder vielmehr MUSS.

Was hat den besten Nutzen gegen schleichende Prozesse?
Die gute Verbindung zu dir.

Wie stellst du sie normalerweise her?
Dann tu das sofort wieder! Setzt dich ans Steuer deines Lebens!

Was ist das bei dir? Kommentiere gern!

Das würde freuen
Birgit von #lebendasduliebst

Denkmuster! Paradigmen! Alles Quatsch!?

15. Juni 2023 Von birgit

Paradigmen, die zusammengeballten Denkmuster, Glaubenssätze, Vorannahmen, Bewertungen, … Du hast davon gehört und hältst das alles für Unsinn?

Paradigmen wirken sich körperlich aus

Sie können in den Fuß stechen, so, dass man nicht mehr laufen kann.

Sie machen, dass man sich krank fühlt, um irgendetwas nicht zu erleben, auf das man sich gefreut hat.

Sie bringen es fertig, den Hals von jetzt auf gleich so zu verschleimen, dass die Wahrheit nicht mehr gesprochen werden kann.

Drei Beispiele aus meinem Leben, wo tiefsitzende Programmierungen mich hindern wollen, meinen Weg weiterzugehen. Mit jeder gewonnenen Schlacht werden sie kleiner, manchmal wird auch die Schlacht weniger hart. Ob sie eines Tages ganz weggehen? Wer weiß.

Denn da ist ja noch: Das Leben

Das Leben packt auf diese Denkmuster fein passende drauf oder dazu.

Ich zum Beispiel wurde als kleines Kind wohlmeinend eingesperrt, um mich vor Krankheiten zu schützen. Dann kam die Pandemie. Okay, ich bin ohnehin auch (!) gern zuhause, gern fahre ich zur Arbeit. Aber anderes ist für mich ohnehin ein wenig ‚Angang‘ in manchen Phasen meines Lebens.

Der Faktor ZEIT spielt eine Rolle.

Je länger etwas in einer bestimmten Weise ist, umso schwieriger ist es, das zu verändern. Klingt nach einem Kalenderspruch? Hm, wer hat gesagt, dass Wahrheit sexy ist? Aber Wahrheit bleibt nun mal Wahrheit. Und das Drumherum-Gerede, Drumherum-Schleichen, Drumherum-Argumentieren, Drumherum-??? Hat dich ja bisher nicht weitergebracht oder?

Also werde Denkmuster-Detektiv*in

Mach ein Spiel daraus.
Halte es für möglich, seltene Schätze zu finden,
Traue dir zu, schwierige Fälle zu lösen.

Der erste Schritt: Nimm den Satz, der dir in den Sinn kommt, wahr.
Und ehre ihn, indem du ihn notierst.
Welche Gefühle bringt er mit?
Wenn sie dir zu viel werden, sag: „Okay, es reicht für heute!“
Und lobe dich dafür, dass du diesen Schritt gegangen bist.

Aber das sind so unendlich viele!

Jein. Wie alles auf der Welt, tauchen ganze Familien auf.
Identifiziere, zu welcher Familie er gehört.
So ordnet sich alles.
Und wird überschaubar.

Bob Proctor sagte im Herbst vor seinem Tod im folgenden Februar, er werde noch Paradigmen haben, wenn er stirbt. Also: Warum soll es mir besser gehen? 😉

Denkmuster-Detektiv werden hat automatisch den/die Gefühls-Forscher*ìn mit auf den Plan gerufen. Denn Gedanken und Gefühle sind eng miteinander verbunden. Somit hast du schon zwei Blätter des vierblättrigen Übeglück-Kleeblattes. Die andern beiden sind: Handlungs-Held*in und Ergebnis-Ernter*in.

Wenn du mehr erfahren möchtest, trag dich doch in den Newsletter ein.

Das würde freuen
Birgit #lebendasduliebst

Was will ich als Mentorin, Musikerin und Mensch bewirken?

Einleitung

Hast du dir schon einmal Gedanken um deine Bestimmung, deine Lebensaufgabe, den ZDE Zweck deines Daseins (wie John Strelecky es nennt) gemacht? Die wunderbare Jufith Peters hat zur Blog-Challenge unter dem Titel #blogyourpurpose aufgerufen. Sie stellte uns bestimmte Purpose-Quellen vor. Und ich habe anhand derer einmal über meine fast sechs Jahrzehnte Leben nachgedacht.

Bestimmung durch Talent

Mit 7 Jahren begann ich mit Blockflöte, mit 10 Jahren mit Klavier und mit 15 Jahren mit der Kirchenorgel, habe in Chören gesungen. Und dann war klar: Ich studiere Musik, Kirchenmusik. Das war mein Lebensinhalt, bis vor drei Jahren. Irgendwann im Corona-Frühjahr 2020 bin ich aufgewacht, und dieser Purpose war einfach weg, zerplatzt wie eine Seifenblase. Interessanterweise dauerte es noch ein ganzes Jahr, bis ich der Fülle begegnete.

Bestimmung durch Entscheidung

Es ist für mich noch imer ein Wunder, dass ich vier Kindern das Leben schenken durfte. Diese Entscheidung hat mein Leben geprägt – umso mehr seit das dritte Kind bei der Geburt behindert wurde. Ein herausfordernder Alltag und weitere Schicksalsschläge wollten bewältigt werden, bald auch schon allein begleitend. Das hat meinen Charakter nachhaltig geformt. Intuitiv habe ich so manches richtig gemacht – und natürlich vieles falsch. Gern hätte ich die Prinzipien der Fülle schon gekannt und das System. Wieviel mehr hätte ich erreichen können- für mich und meine Lieben …

Bestimmung durch Talent (?)

In den 2000er-Jahren kam das Schreiben zu mir: Die Biene Beatrix und ihre Freundinnen brachten viel Farbe in mein Leben, verbunden mit der (Orgel-)Musik. Durch die Konzertreisen erfuhr ich Resonanz auf mein Tun, und fühlte mich sehr beschenkt. Die Wirtschaftskrise und die damit verbundenen Auswirkungen auf Kirche und Gesellschaft stoppten den Höhenflug der Biene. 2019 beschäftigte ich mich durch die Schreibgruppe WOBBS wieder mit dem überbordenden Material , um dann 2020 durch die Krise mit Tante C. die Familienmusik zu entwickeln und die Biene in meinen Vorschul-Kursen fliegen zu lassen. Die „Geschichten aus dem Drei-Eulen-Wald“ mit der Nachtgäng kamen dazu.

Dann 2019 durch eine Schreibübung fanden „Stella und Norman“ zu mir, eine Liebesgeschichte. Daraus wurden und werden die Geschichten von allerhand Menschen in einem fiktiven Dorf Bergheide. Dort liegt auch der Drei-Eulen-Wald 😔. 2021 erklärte ich dann mir selbst gegenüber, dass das Schreiben in mein Business gehört – und das ich es ernst nehme.

Der Paukenschlag April 2021

Ich fand sie doch noch: Die Fülle. Danke an Susanne Pillokat-Tangen und Nicole Frenken, die mir dann doch noch die von Bobo Proctor gelehrten Prinzipien nahebrachten. Nach sechs Wochen kam der Satz zu mir „Ich habe jetzt die besten Jahre meines Lebens!“, schnelle tiefgreifende und anhaltende gesundheitsliche Verbesserungen und eine neue entfachte Lebensfreude an einem Tiefpunkt meines Lebens zeigten sich. Dazu ein Bild, das mich ereilte von einem Wohnprojekt, einer Stiftung – aber dazu später mehr.

Meinen weiteren Weg ging ich mit der von mir sehr verehrten Mary Morrissey. Sie kann so gut erklären! Ihr neues Buch fasst ihr Wirken, das Dreambuildung mit dem Brave Thinking gut zusammen. Dennoch fand ich vieles wolkig, schwierig, mitunter unlogisch. Als jemand, der fast sein ganzes Leben mit Lehren im Musikunterricht verbracht hat, fühlte ich mich herausgefordert, da Abhilfe zu schaffen: Lebendasduliebst wurde vorbereitet. Im Februar 2022 startete es offiziell und durchlief im ersten Jahr weitere Phasen der Transformation: Das Übeglück-Prinzip entstand (danke an Karla Krieger!), die Struktur veränderte sich. INSTANT CHANGE kam dazu und wirbelte mein Leben erfreulich durcheinander, löste Blockaden aller Art. Dieser Turbo kann von meinen Kunden auf Wunsch(!) eingelegt werden. Vor allem die Systemic, die in Räumen und Systemen greift, kann Erstaunliches bewirken.

… und immernoch: Musik

Zum Januar 2023 wurde mein Traum von einem Gruppenraum in Sarstedt für die Vorschulkurse Wirklichkeit. und dann sagte ich mir: Haken dran, reingehen und loslegen- einfach freuen. 😆 Unterschätzt hatte ich, was an die 30 Familien mit kleinen Kindern an Krankheits-Potential mitbringen. Und so ging es mir wie vielen im ersten Halbjahr 2023: Dauernd krank. Nur: Als Selbstständiger löst das Existenzängste aus. Und es drohte, die Freude zu fressen.

Immernoch die Frage aller Fragen :
Was will ich denn eigentlich wirklich!?!
Wie will ich es haben? What would you love?

Diese Fragen sind nach meiner Beobachtung schwer zu beantworten- da mache ich keine Ausnahme 😆. Womit wir bei der Frage nach dem Purpose sind. Nach jetzigem Stand habe ich darauf folgende Antworten:

Zuallererst ICH

Jeden Tag ist es meine vornehmste Aufgabe, mich um mich zu kümmern. Ich bin das Herz meines entstehenden Unternehmens, und als Herz meines Unternehmens ist es meine vornehmste Aufgabe, mich um mich zu kümmern. Ich gehe den Weg voraus, ich zeige, wie es gehen kann. In den Fülle-Calls gebe ich Anteil an dem, was bei mir gerade Priorität hat. Oft inspiriert es andere, etwas zu tun – und das ganz anders, eben auf ihre Weise!

Aushalten, wie weit ich den Weg sehen kann

Die Fülle brachte damals ein Bild mit von einem Wohnrpojekt in meiner Straße mit: Gehandicapte wohnen unten, Studenten aus aller Herren Länder oben, mein Mann und ich mittendrin, wenden auch unsere Englisch- und Französisch- Kenntnisse an. Jeder hat seinen eigenen ruhigen Bereich, aber es gibt eben auch Gemeinschaft. Alles ist naturnah und ökologisch, wir erzeugen einiges selbst und das im Norden Hannovers. Und schaffen Wohn- und Lebensraum. Im Laufe der Zeit dachte ich mir eine Stiftung dazu, die alles trägt und Ehrenamtler schult, so dass sie Lebendasduliebst auch in Schulen, Behinderten-Einrichtungen … tragen können. Von alledem ist nichts zu sehen 😔, und diese Vision ist größer als mein Geldbeutel.

Im Sommer 2021 kämpften „Familienglück mit Handicap“ und „Lebendasduliebst“ um meine Aufmerksamkeit. Lebendasduliebst gewann. Vielleicht ist die Arbeit mit Gehandicapten, und dazu zähle ich auch alle, die in unserer Gesellschaft leider so schnell einen Stempel bekommen (ADHS und so… 😔) ein Teil von Lebendasduliebst. Immernoch ist auf eine Art klar, dass meine Zielgruppe zwischen 40 und 50 Jahren ist, mitunter auch älter. Aber was ist mit den jungen Familien, was ist mit Studenten!?!

Das sind ebenso die Fragen, die mich auch in der Ausgestaltung des Gruppenraums Sarstedt beschäftigen, denn das ist klar: Es gibt alles in Sarstedt und online.

Insofern darf ich Geduld zeigen, wie der Weg weitergeht unter der Voraussetzung: Ich gestalte mein Leben nach meinen Bedürfnissen und in meinem Rhythmus. Dazu gehört: Das Einschwingen in den Tag. Und meine Wochenaufteilung zwischen Sarstedt und Homeoffice. Intensive Zeiten zum Erstellen von Videos, Texten, Marketing – nicht nur in meiner FLEXTIME.

Auch mit diesen tiefgreifenden Veränderungen bleibt das Problem dasselbe: Es geht mir alles viel zu langsam. Ich habe nur zwei Hände 🤨. Ich wünsche mir Verbündete. Wie kann das gehen?
Stay tuned. Und hab es schöööön!
Birgit #Lebendasduliebst #lebensfreudemitmusik #geschichtenmitbirgit